ZEK erklärt: Was die Zentralstelle für Kreditinformation speichert
Die ZEK sammelt Kredit-, Leasing- und Kreditkartendaten in der Schweiz. Was gespeichert wird, wie lange, und wie Sie eine kostenlose Selbstauskunft erhalten.
Die ZEK (Zentralstelle für Kreditinformation) ist die zentrale Kreditdatenbank der Schweiz. Ihre Mitglieder – Banken, Kreditinstitute, Leasing- und Kreditkartenanbieter – melden und beziehen dort Informationen zur Kreditwürdigkeit. Bei praktisch jeder Kreditanfrage wird die ZEK abgefragt.
Was die ZEK speichert
Erfasst werden positive wie negative Einträge, unter anderem:
- Personendaten (Name, Geburtsdatum, Adresse)
- Art des Kredits/Leasings, Vertragsbeginn und -ende, Ratenhöhe
- Bruttokreditbetrag inkl. Zinsen und Kosten
- Kreditanfragen und ob sie bewilligt oder abgelehnt wurden
- Zahlungsrückstände und qualifizierte Zahlungsstörungen
Wie lange bleiben Einträge?
Die meisten Einträge werden rund 5 Jahre gespeichert. Abgelehnte Kreditanfragen (Code 99) bleiben etwa 2 Jahre sichtbar und werden danach automatisch gelöscht. Deshalb gilt: nicht wahllos viele Anfragen stellen.
Ihr Recht auf kostenlose Selbstauskunft
Nach dem Schweizer Datenschutzgesetz (DSG) haben Sie das Recht auf eine kostenlose Selbstauskunft über Ihre bei der ZEK gespeicherten Daten – Sie müssen sich lediglich ausweisen. So sehen Sie genau, was über Sie hinterlegt ist, und können falsche Einträge korrigieren lassen.
Was bedeutet das für Ihren Kreditantrag?
Ein sauberes ZEK-Profil erhöht die Chancen auf eine Bewilligung. Bestehende, ordentlich bediente Kredite sind kein Ausschlussgrund – entscheidend ist die Tragbarkeit. Offene Zahlungsstörungen dagegen erschweren einen neuen Kredit deutlich.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ist keine Rechts- oder Finanzberatung. Fast & Fair Credit vergibt selbst keine Kredite.
